Finn

 

 

 

Finn, 6 Jahre aus Schermbeck

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Ich heiße Finn, bin 6 Jahre alt und bin mit einem Fetalem Alkoholsyndrom geboren. 

( Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist eine Schädigung des Kindes, die durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft entsteht ) .

Seine leibliche Mutter hat am Anfang der Schwangerschaft nicht gewusst das sie schwanger ist und weiterhin Alkohol getrunken sowie Zigaretten konsumiert.

 

Finn kam in der 24. SSW als Frühchen mit einer beidseitigen Gehirnblutung zur Welt. Er kam direkt in einen Brutkasten und wurde zusätzlich in eine 

wärmende Folie eingewickelt um seine Temperatur zu halten. Die Ärzte gaben der Mutter nicht viel Hoffnung das Finn überleben würde. 

 

Finn hat überlebt! Seine leibliche Mutter hat ihn in eine Pflegefamilie gegeben wo er nun mit 4 weiteren Geschwistern aufwächst. 

Irene und Björn heißen seine Pflegeeltern. Sie haben 3 eigene Töchter sowie ein weiteres Pflegekind.

Persönlich kenne ich die beiden schon seit fast 30 Jahren und habe einen großen Respekt dafür was beide 

täglich leisten. 

3 eigene Kinder zu erziehen ist schon nicht einfach. Dann noch 2 weitere Kinder, die auch noch in ihrer Entwicklung ziemlich eingeschränkt sind, bedeutet viel Geduld, Zeit und liebevolle Fürsorge!

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( Irene und Björn mit ihren 3 eigenen Kindern und ihren 2 Pflegekindern – das 2. Pflegekind darf aus Gründen des Datenschutzes nicht gezeigt werden ) 

 

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Finn ist geistig auf einem Stand eines 2-3 jährigen und hat einen IQ von 50.

Er hat Spastiken in den Beinen und kann nicht lange laufen. Er sieht schlecht, muss Pampers tragen und Medikamente für die Verdauung sowie Beruhigung nehmen.

Finn lässt sich leicht ablenken und isst sehr schnell. 

Vormittags geht er in den Kindergarten in Begleitung einer Integrationshelferin.

Er kann sich nicht alleine an – oder ausziehen und auch kein Fahrrad fahren. Seine Laune kann schnell kippen.

Dies führt dazu, dass er ausrastet und Dinge durch die Gegend schmeißt. Da er sehr grobmotorisch ist, braucht er bei vielen Dingen im Alltag Hilfe.

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Als ich bei Finn zu Besuch war sind wir zum Spielplatz gefahren und haben seinen besten Freund getroffen!  Er kam mit Trisomie 21 zur Welt.

Sie mögen sich so sehr, dass sie sich dauernd umarmen mussten. 

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Allerdings auch so sehr, dass ein paar Hände voller Sand durch die Gegend flogen 😅!

Aber die beiden hatten Spaß und darauf kommt es an.

 

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Finn braucht eine Rundumbetreuung und muss häufig zum Arzt oder zur Therapie. 

Irene muss außerdem mit ihm täglich Physiotraining durchführen. 

 

Seine leibliche Mutter darf Finn regelmäßig sehen.

Sie treffen sich hierzu alle paar Monate an einem neutralen Ort mit einer Familienberaterin für 3-4 Stunden. 

 

Zu Hause hat Finn viele tolle Geschwister die sich alle um ihn kümmern. 

Der Familienzusammenhalt ist für ihn ebenfalls sehr wichtig. 

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Der Tag bei Finn war wirklich super! Wir haben viel gelacht und nette Gespräche geführt. 

Mich freut es sehr das er in so eine tolle Pflegefamilie gekommen ist die sich ganz liebevoll um ihn kümmert!

 

Ich danke euch für eure Geschichte und möchte damit auch zeigen wie wichtig es ist in der 

Schwangerschaft keinen Alkohol oder Nikotin zu konsumieren. 

Die Kinder sind die Leidtragenden !

 

 

 

 

 

 

 

 

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